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Haus der Mikwen

Sanierungsgutachten


Bauherr: Stadt Mainz
vertreten durch den Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft Mainz
Entwurfsstudie

 

Aufgabenstellung

Aufwertung des Standorts
Konstruktive und brandschutztechnische Ertüchtigung

 

Erbrachte Leistungen

Brandschutzsanierung
Machbarkeitsstudie
Darstellung der Maßnahmen zur Verbesserung und Erhaltung der baulichen Substanz

 

Projektbeschreibung

Das in der Nachkriegszeit als Notunterkunft errichtete Gebäude entspricht in seiner Erscheinung nicht der besonderen Bedeutung des Ortes. Um die im Innenraum freigelegten Mikwen dauerhaft zu erhalten, sind Eingriffe am Baukörper sowohl aus konstruktiven als auch aus baurechtlichen Gründen erforderlich.

Unter Berücksichtigung der besonderen baulichen Bedingungen sieht die Planung vor, eine neue zeichenhafte Dachkonstruktion in Form zweier Pultdächer über den Umfassungsmauern zu errichten. Zum Vorplatz ist ein Dachüberstand von ca. einem Meter vorgesehen. Der hohe Schildgiebel an der Rheinseite sollte bis zur geplanten Firsthöhe abgetragen werden, um so den verbleibenden Teil in den Dachaufbau zu integrieren.
Die expressive Dachform, dessen Kontur auch als ‚M' gelesen werden kann, gibt Hinweise auf den rituellen Inhalt des Gebäudes und soll das Interesse der Besucher wecken.

Die Rückwand zum Nachbargrundstück besteht derzeit aus einer leichten Holzkonstruktion, diese soll aus baurechtlichen Gründen durch eine Brandwand ersetzt werden. Hierbei wäre es denkbar, für die neue Wand und für erforderliche Ergänzungen, altes Ziegelmaterial zu verwenden, um ein möglichst homogenes Erscheinungsbild zu erhalten.

Die Allgemeinbeleuchtung könnte über Deckenfluter erfolgen, das Kunstlicht wird dabei indirekt über die Dachuntersicht in den Raum reflektiert. Bei Dunkelheit wirkt der ausgeleuchtete Dachraum nach außen wie eine Laterne.